ZIVILSCHUTZ-TIPP
Kohlenmonoxid: Unsichtbare Gefahr
Zivilschutztipp des Monats Oktober:
Im Oktober beginnt die Heizsaison. Denken Sie dabei auch an Kohlenmonoxid (CO): Das giftige Gas ist unsichtbar und geruchlos. Es kann bei unvollständiger Verbrennung von Gas, Holz oder Öl entstehen. Mit diesen Tipps schützen Sie sich und Ihre Familie vor der unsichtbaren Gefahr.
Heizung fachgerecht warten
Lassen Sie Ihre Gastherme, Ofen und Kamin regelmäßig fachgerecht prüfen und warten. Defekte Geräte und blockierte Abgaswege können CO in die Wohnräume gelangen lassen. Halten Sie die Wartungs- und Prüfintervalle ein.
Luftwege frei halten
Decken Sie die Lüftungsöffnungen niemals ab. Bei raumluftabhängigen Geräten ist ausreichend Verbrennungsluft
wichtig. Besprich neue Fenster, Dunstabzugshauben oder Klimageräte vorab mit einem Fachbetrieb oder
dem Rauchfangkehrer.
CO-Warnmelder verwenden
Ein CO-Warnmelder warnt vor gefährlichen Kohlenmonoxid-Konzentrationen. Er ist eine zusätzliche
Schutzmaßnahme und ersetzt keine Wartung. Beachte die Herstellerangaben zu Montage, Funktionstest
und Austausch des Geräts.
Rauchmelder reicht nicht
Ein gewöhnlicher Rauchmelder erkennt kein Kohlenmonoxid. Für den Schutz vor CO brauchen Sie einen eigenen CO-Warnmelder. Beide Melder haben unterschiedliche Aufgaben.
Keine gefährlichen Heizprovisorien
Holzkohlegrills und Stromaggregate niemals in Innenräumen betreiben – auch nicht bei geöffnetem
Fenster. Verwenden Sie einen Gasherd nicht zum Heizen. Nutze Heizgeräte nur für ihren vorgesehenen Zweck und nach Anleitung.
Warnzeichen ernst nehmen
Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit können auf eine CO-Vergiftung hinweisen. Besonders verdächtig ist es, wenn mehrere Personen im selben Raum gleichzeitig Beschwerden haben. Warten Sie nicht ab!
Bei CO-Alarm: sofort ins Freie!
Verlassen Sie bei Alarm oder Verdacht sofort mit allen Anwesenden das Gebäude. Rufen Sie von draußen die Feuerwehr 122 und bei Beschwerden die Rettung 144. Betreten Sie das Gebäude erst nach Freigabe durch die Einsatzkräfte. Bringen Sie sich bei Rettungsversuchen nicht selbst in Gefahr.
Mehr Infos: www.noezsv.at
