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Herbstbeitrag 2026

DIE ZEITLICHEN SEGNUNGEN DES KREUZKOGELS

Jetzt nach Allerheiligen geht die Wandersaison dem Ende zu. Trotzdem eine Exkursion auf den Prochenberg, – den westlichen!

Noch vor der ersten Schutzhütte (1888 errichtet) befand sich auf dem Kreuzkogel ein großes Holzkreuz. 1905 stürzte es um.
Ein neues wurde gebaut und 1906 aufgestellt und eingeweiht. Mit der Darstellung des gekreuzigten Christus.
Das Foto aus 1961 zeigt eine wieder etwas schlichtere Variante, dafür mit Aussichtswarte! (aus dem Jahr 1950).


Das „Zeitliche“ bezeichnet die vergängliche Welt, im Gegensatz zur ewigen Jenseitswelt.

Früher war es Brauch, dass ein Sterbender die Familie mit einem Abschiedssegen bedachte, bevor er/sie starb. = „Das Zeitliche segnen“.
Über diese Hauptbedeutung hinaus wird diese Redensart im übertragenen Sinne für den Funktionsverlust von Dingen oder Konzepten verwendet oder wenn Ideen/Gesetze ihre Wirksamkeit verlieren.
Selbst wenn Eiche, Lärche oder Akazie ihr Bestes geben – nach maximal 25 Jahren ist der natürlichen Widerstandskraft ein Ende gesetzt. 
Der Prochenberg liegt in der Eisenwurzen, direkt am europäischen Schmiedezentrum.
Die aktuelle Kreuzkogel-Kreuzsituation – bitte erwandern!

„El Niño“ verspricht einen milden Winter ...
Aber es drängt eh nicht! Es handelt sich um Metall!  

Fotos: 

1) 1907 - Marktarchiv Ybbsitz 

2) 1961 - Gerlinde Spitzhirn

3) 1990 - Josef Aspalter